i Laghi, die oberitalienischen Seen und das Tessin

 

22.Mai 2001 bis 7.Juni 2001

 

 

Reisebericht

Dienstag, 22.05.2001

Anreise nach Cantello, einem kleinem Ort an der italienisch-schweizerischen Grenze am Grenzübergang Stabio in der Nähe von Varese. 

Wir wurden von einer Schweizer Familie herzlich aufgenommen, die sich abseits von Stress und Hektik in mitten eines abgelegenen Waldgrundstückes ein kleines Paradies geschaffen haben und es mit viel persönlichem Einsatz weiter vervollkommnen.

Ohne die Hilfe eines freundlichen Italieners, der "die tedesci (deutsche)" kannte, hätten wir die Ferienunterkunft nie gefunden.

Mittwoch, 23.05.2001

Erst mal Cantello ansehen, sich auf die Gegend und seine Menschen einstimmen.

 

Donnerstag, 24.05. 2001

Geschafft. Der Gipfel des Monte San Giorgio ist erklommen. Grandiose Aussichten auf den Luganer See, im Norden Lugano, im Osten das Massiv des Monte Generosa, im Westen die Landzunge mit dem malerischen Ort Morcote. 

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Direkt vor uns Melide, ein Ort in dem die Schweiz in Miniatur aufgestellt ist, dem sogenannten swiss miniatur.
Den Aufstieg begannen wir in Meride, einem kleinen Dorf am Südhang des Berges, der vom Weinbau lebt.

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Im Ort gibt es ein kleines Museum, in dem Ausgrabungsfunde von Saurierresten, die hier am Berg gefunden wurden, ausgestellt sind.

U.a. wurden Phygosaurus SP in der Grenzbitumenzone der Trias gefunden, außerdem Macrocuemus Bassanii und Mixosaurus Cornalianus.

Wer sich genauer mit diesen Fossilien befassen möchte, der sollte sich die Sonderdrucke aus der paläontologischen Zeitschrift Nr. 44 vom Mai 1970 und Nr. 42 vom April 1968 besorgen.
Außerdem hat Emil Kuhn-Schnyder darüber einen Bericht veröffentlicht "Ein weiterer Schädel von Macrocuemus bassanii".

 

Freitag, 25.05. 2001

Ausflug nach Como.

Das Auto kann man bequem in einem Parkhaus abstellen, welches man allerdings nicht gleich findet. Como lädt zum Schlendern durch schöne alte Gassen mit reich verzierten Balkonen mit vielen Blumen ein. Im Zentrum stößt man irgendwann auf den ganz aus Marmor erbauten Dom, der erst jüngst restauriert worden sein muß. Am Ufer des Comer Sees starten viele Fahrgastschiffe und Tragflächenboote zu Rundfahrten auf dem See. In den Straßen gibt es unzählige Geschäfte und kleine Cafes.

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Wir entschlossen uns noch zu einer Fahrt am  westlichen Ufer des Comers Sees vorbei über das Bergmassiv des Monte Generoso hinweg hinüber zum Luganer See. 

Zunächst gelangt man in das Valle d' Intelvi und erreicht Lanzo. Über Arogno geht es wieder mit vielen engen Serpentinen den Berg hinab. Von dieser Straße aus eröffnet sich ein wunderbarer Blick auf das Massiv des Monte Generoso. 

 

 

Samstag, 26.05. 2001

Der Markt von Verbania

Jeden Samstag findet, wie in mehreren Städten des Tessin, ein großer Markt in Verbania-Intra statt. Allerlei Waren werden dort feil geboten. Nützliches und Unnützes, aber die Touristen haben schwer an den vollgestopften Plastikbeuteln zu tragen.

Wir gelangten von Laveno aus mit der Fähre hinüber zum Markt. Das Auto kann man auf einem großen Parkplatz in Laveno abstellen. 

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Wieder mit der Fähre zurück fuhren wir mit dem Auto etwas südlich nach Cerro.

Dort kann man am Strand des Lago Maggiore liegen, sich sonnen und ein kühles Bad nehmen. Außer mir waren nur sehr wenige Kinder im Wasser zu sehen. Die Einheimischen hielten die Wassertemperatur für zu kalt, ich dagegen empfand es sehr angenehm.

Gegen 4 Uhr brachen wir wieder nach Cantello auf. Unterwegs reizte uns der Berg Campo dei Fiori, auf den man hinauf fahren kann. Über unzählige Serpentinen gelangt man nach oben. Es bieten sich dann herrliche Ausblicke auf die gesamte Lombardische Tiefebene, auf das Hinterland und auf ein etwas tiefer liegendes Bergdorf, Santa Maria del Monte, welches unbedingt einen Besuch lohnt. Zum Dorf führt auch eine Schienenseilbahn hinauf, wenn man das Auto nicht hinauf quälen möchte.

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Sonntag, 27.05.2001

Das Maggiatal nördlich von Lugano.

Es gehört ohne Zweifel zu den schönsten Tälern im Tessin. Schon die ersten Orte, die man beim Hineinfahren in das Tal erblickt, lassen auf weitere visuelle Genüsse schließen, die sich auch erfüllen. Am Flußbett des Maggia tummeln sich Menschen zum Sonnebad und zu einer Erfrischung am Wasser. Es ist teilweise mit Sandbänken aus feinem Sand durchsetzt, so daß man dort herrlich liegen kann. 

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Ziemlich am Ende des Tals liegt Foroglio ein Sommerdorf mit imposantem Wasserfall, der sich aus dem Val Calueggia ergießt. Ein schmaler Fußweg führt im Dorf rechts hinauf zum Wasserfall. Oben angekommen schaut man hinein in das tief in das Gestein hineingefressene Flußbett, welches skurile Formen gebildet hat.   

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Ein Tal weiter im Süden liegt am Ende des Tales das Dorf Bosco Gurin. Alte Holzhäuser, sogenannte Holzstrickbauten, aus uralten Zeiten schmücken den Ort, der als höchstgelegener ständig bewohnter Ort des Tessins gilt. 

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Ein Sessellift führt hinauf zum noch höher liegenden Skigebiet.
Das Tal ist durch deutschsprachige Walser besiedelt, die ihren walserdeutschen Dialekt bis heute bewahrt haben. 
Etwa 5,5 km wieder im Tal zurück führt eine Straße in ein weiteres Tal, in dem Campo liegt. 

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Das Dorf liegt oberhalb eines Erdrutsches und ist stark gefährdet. Schade, denn es liegt sehr idyllisch vor dem Panorama des Rosso di Ribbia und dem Corona die Groppo. 

 

Montag, 28.05.2001

Monte Generosa, herrliche Aussichten ringsum, soweit das Auge reicht...

Auf den Berg hinauf führt eine Zahnradbahn. Wir entschieden uns jedoch, den Berg zu erwandern und begannen unsere Wanderung von Bella Vista aus, einer Station der Zahnradbahn, die noch mit dem Auto von Mendrisio aus zu erreichen ist.  

Der Fußweg führt über einen völlig unbewaldeten Berghang, den Blick immer frei zum Gebiet des Comer Sees. Unterwegs stößt man auf Lehrtafeln, auf denen die Fauna und Flora des Gebietes erläutert werden. 

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Auf dem Gipfel angekommen, besteht die Möglichkeit drei Aussichtspunkte aufzusuchen. Zunächst liefen wir zum nördlichsten Ausblick, anschließend zum höchstgelegenen. Dort sind die einzelnen Alpengipfel auf anschaulichen Tafeln abgebildet, so daß man sich orientieren kann, welchen Berg man gerade beschaut.  

Den Rückweg absolvierten wir mit der Zahnradbahn bis Bella Vista. Das kurze Stück kostete pro Person 13 SFr, unverschämt teuer.

 

Dienstag, 29.05.2001

Faulenzen, Sonnen, Lesen und ausruhen. Abends mit Fam. Fierz Grillen und sich nett unterhalten.

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Mittwoch, 30.05.2001

Binntal und Aletschgletscher

Unsere größte und ausgedehnteste Tour führte uns ins Wallis, zunächst ins Binntal.
Schon während der Fahrt ins Tal bemerkten wir den krassen Unterschied der klimatischen Bedingungen. Hier im Binntal war es angenehm frisch und klar. Unser Ziel war die viel gepriesene Mineraliengrube Lengbach, in der mehr als 160 Arten an Mineralien vorkommen sollen. Das Auto stellten wir in Im Feld (laut topografischer Karte "Rippje" genannt) ab. Die Mineraliengrube ist schnell erreicht, wir übersahen sie sogar zunächst und liefen daran vorbei.

 

Die Schutthalde vor der Grube ist von Touristen bereits so durchwühlt, daß sie eher einem Kieshügel gleicht. Die Zeiten, wo das Binntal noch als Geheimtip für Mineraliensammler galt scheinen längst vorbei. Der wahre Mineraliensammler muß sich längst auf eigene Wege begeben und in abgelegeneren Gebieten suchen, um gute Funde zu machen. Die Grubenbesitzer nutzen die Situation auch nur in ihrem eigenen Interesse und haben das Binntal längst kommerzialisiert. Davon zeugen mehrere Mineralienläden in Im Feld und in Binn.   

 

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Dennoch ist das Binntal sehr sehenswert und ist zum Wandern bestens geeignet. 
Einige Wanderziele lassen sich allerdings nur im Hochsommer erreichen, wie z.B. den Geisspfadsee am Rothorn. 

Aus dem Binntal hinaus lohnt ein Abstecher nach Heiligkreuz. Zufällig schien der Mond über den Bergen.

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Durch den Tunnel, in dem man mit Wassergüssen von oben rechnen muß, gelangt man wieder nach Ausserbinn, dann nach Ernen und Lax. 

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In Betten bringt uns eine Seilbahn für 16 SFr (hin- und zurück) hinauf zur Bettmeralp, einem bestens auf Tourismus eingestellten Ort mit Sportzentrum, Skiliften, Geschäften und Gaststätten reichlich an  der Zahl. Da die zweite Seilbahn hinauf zum Gletscherausblick erst wieder ab dem 1.6. verkehrt, entschieden wir uns zu einer Wanderung zum Grat, von dem aus ein guter Blick auf den Gletscher möglich ist. Vorbei am Bettmersee und Blausee gelangt man nach ca. 1 Stunde auf ein Plateau, von dem aus der Gletscher gut überblickt werden kann. Der Aletschgletscher ist der größte Gletscher in Europa, durch den man auf der Route Nr. 94 eine geführte Wanderung erleben kann. 

 

Herrliche Ausblicke bieten sich auch auf Matterhorn, den Dom, Blinnenhorn, Ofenhorn und weitere hohe Gipfel der Alpen.

 

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Auf dem Rückweg sahen wir noch ein Murmeltier in eine Spalte huschen und warteten so lange, bis es wieder heraus kam, um es zu fotografieren. 

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Gegen 20 Uhr waren wir die einzigen Fahrgäste, die wieder mit der Seilbahn hinab nach Betten fuhren.  

 

Donnerstag, 31.05.2001

Faulenzen, Sonnen, Lesen und ausruhen. Abends mit Fam. Fierz wieder nett unterhalten und zum Nachtessen eingeladen.

 

Freitag, 01.06.2001

 

Bergwanderung auf den Gipfel des Pizzo Marona (2051 m).

Von Verbania aus führt eine Strasse nach Miazzina de dentro, dort stellten wir oberhalb des Dorfes, dort wo eine Kapelle aus Bruchsteinen steht, das Auto ab. 

Der Wanderweg führt zum Pian Cavalione. Ein ziemlich steiniger Weg bringt uns hinauf zum Rifugio (Schutzhütte) Intra. 

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Auf dem Pian Cavalione steht ein silbernes Eisenkreuz. Etwas weiter bergan erreichen wir eine Steinhaufen, steil bergabwärts geht es weiter zum Colle della Forcola. Hier beginnt der steile anstrengende Aufstieg zum Pizzo Marona. Auf halber Strecke waren wir ziemlich frustriert, das eigentliche Ziel, der Monte Zeda,  lag noch weit entfernt, es schien doch so nah.  In 4 Stunden erreichten wir den Gipfel des Pizzo Marona. Auf dem Weg gibt es leider nur eine einzige Möglichkeit, Wasser zu fassen. Deshalb sollte man bei jeder Wanderung pro Person mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit bei sich führen.

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Die Sicht war vorzüglich und das Alpenpanorma auf der ganzen Breite  war prächtig anzuschauen.  Den Abstieg wagten wir über den Grat, der zunächst einfach und ungefährlich schien, sich später aber als tückisch heraus stellte. Dieser Weg setzt Schwindelfreiheit voraus, andernfalls wird man die Gratüberquerung nicht schaffen. 
Dann geht es auf grasüberwachsenen Furchen wieder steil hinab zum Colle della Forcola. Meistens war Rutschen angesagt. Laufen konnte man kaum noch. 

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Am Westhang des Pian Cavallone führt ein Weg zurück zur Kapelle oberhalb des Rifugio Intra. 

Die Berge befinden sich im Val Grande, einem geschützten Naturpark. Im Westen steht die Gebirgskette des Monte Togano und Pizzo Ragno im starken Kontrast vor dem 3000 ern an der Schweizer Grenze. Das gesamte Gebiet gehört schon zur Region Piemonte, welches sich im Süden von Monaco bis nach Formazzo im Norden erstreckt. Im Osten geht die Regionalgrenze mitten durch den Lago Maggiore. Im Dreiländereck Frankreich/Italien/Schweiz bildet die Region Vale d' Aosta eine Enklave.

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Samstag, 02.06.2001

Ausruhen von der anstrengenden Wanderung, billig einkaufen, am Bahnhof von Malnate nach Fahrkarten für die Fahrt nach Milano erkundigen.

 

Sonntag, 03.06.2001

Fahrt mit der Bahn von Malnate nach Milano

Pro Person für 8800 Lire (hin- und zurück) fuhren wir nach Milano. Nach einer Stunde erreichen wir den Bahnhof von Milano Cadorna. Dieser liegt ziemlich zentral, so daß von hier aus die innerstädtischen Sehenswürdigkeiten gut zu erreichen sind.

Nachdem wir uns am Zeitungskiosk eine Tageskarte für die Metro gekauft hatten, fuhren wir zum Zentralbahnhof.
Als wir ankamen, fing es an zu regnen, so daß wir zunächst das Bahnhofsgebäude einer näheren Betrachtung unterzogen. 

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Das gewaltige Gebäude zeugt vom Protzentum seiner damaligen Erbauer. Riesige Hallen, Säulen aus Marmor, Fresken, an nichts wurde gespart. 

Wir fuhren nun mit der Metro weiter in Richtung Zentrum, stiegen an der Station Monte Napoleone aus und liefen in Richtung Piazza della Scala. Das berühmte Mailänder Opernhaus Scala wirkt äußerlich eher klein, aber Fotos von innen zeugen von einem gewaltigen, mit mehreren Rängen versehenen Theaterhaus. 

Auf der Piazza steht ein Denkmal für Leonardo da Vinci. Durch die Galleria Vittorio Emanuela II, die eine wunderschöne Glaskuppel besitzt und auch sonst mit vielen architektonische Schönheiten aufwartet, gelangt man zum Dom.  

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Vor dem Dom ein riesiger Platz. 

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Der Dom mit fünfschiffigem Innenraum geizt nicht an Dekoration, er erstickt fast daran. 
Verweilt man länger im Inneren mit dem magischen dunklen, durch bleikristallene Fenster hindurch schimmernden Licht, erschrickt man, wenn man wieder in das gleißende Tageslicht hinaus tritt. Über eine Treppe an der Nordfassade (6000 Lire) oder aber auch über einen Fahrstuhl (9000 Lire) gelangt man auf das Dach des Doms. Von dort aus wird einem das weite Umland und das riesige Areal der Stadt begreifbar.
Bei genauem Hinsehen lassen sich viele schöne Fotomotive entdecken.

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Nach einer Verschnaufpause bei einer guten Florentiner Zigarre  stiegen wir wieder die Treppen hinab. In der Nähe des Castello Sforzesco, welches wir anschließend besichtigen wollten, kehrten wir in ein Lokal namens Cafe Greco an der Piazza Virgilio  ein und speisten etwas. 

Im Park des Castello Sforzesco lief gerade eine Veranstaltung eines italienischen Radiosenders, es gab Livemusik und Verkaufsstände.

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Durch das Schloß waren Menschenmassen unterwegs, fast schien es, ganz Milano sei anwesend. Vom Haupteingang aus schaut man direkt in die lange Einkaufsstrasse  Via Dante und gelangt auf dieser direkt zur Piazza Mercanti, an der der 1200 erbaute Palazzo della Regione steht. Weiter ins Zentrum hinein sieht man schon wieder den Dom. 

Auf der Rückfahrt mit der Bahn nach Malnate waren herrliche Ausblicke auf die Alpen möglich. Rechts und links der Bahnstrecke sind viele neue Häuser und Häusersiedlungen zu sehen, die von einem in dem letzten Jahren gestiegenen Lebensstandard zeugen. Das Klischee von den dreckigen, verkommenen Mietskasernen der Italiener kann hier jedenfalls nicht mehr bedient werden. 

Was besonders auffällt, sind die vielen Autos in Italien. Fast scheint es, jeder Haushalt habe mindestens zwei Autos und man leistet sich nicht unbedingt nur die billigen, auch BMW, Porsche und andere teure Schlitten sind oft zu sehen. 

Montag, 04.06.2001

Morcote am Südzipfel des Monte Arbostora

Der Ort ist bekannt durch seine schöne Uferpromenade mit den Arkaden, in den denen sich viele kleine Gaststätten und Lädchen befinden. 

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Am westlichen Ortsausgang befindet sich ein großer Park am Hang, der Parco Scherrer, der von dem Tuchmacher Arthur Scherrer angelegt wurde, der dort seine landschaftsgärtnerischen Ambitionen umsetzte. Er starb 1956. Seine Frau schenkte 1965 den Park der Gemeinde mit der Auflage, diesen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Neben vielen botansichen Kostbarkeiten sind verschiedene Gebäude zu bestaunen, die Baustile und Traditionen aus fernen Ländern der Erde repräsentieren. So gibt es ein siamesisches Teehaus, einen Sonnentempel im maurischen Stil, einen ägyptischen Tempel, ein arabisches Haus und einen indischen Palast, alles in verkleinerter Bauweise. Ein Besuch loht sich.

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Dienstag, 05.06.2001

Faulenzen, Sonnen, Lesen...

 

Mittwoch, 06.06.2001

Es regnet. Als wollte uns das Wetter mitteilen, daß es Zeit ist, Abschied zu nehmen.

Gegen Mittag strahlte allerdings wieder die Sonne. 

So entschieden wir uns noch zu einem Ausflug zum Lago di Orta. Wir fuhren nach Orta und näherten uns diesem auf einer Landzunge gelegenen Ort von Süden von Gozzano her. Der Ortasee hat seine Abfluß bemerkenswerter Weise in Omegna im Norden und entwässert in den Lago Maggiore. 

Orta ist ein vielbesuchter Ort, schon wegen seiner vielen Kirchen auf dem Berg und den schmalen Gassen am Ufer entlang. 

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Viele Restaurants laden zur Einkehr ein. Die meisten können mit einer Terrasse direkt am See aufwarten. Besonders schick sind die Restaurants an der Piazza Motta, von wo aus auch die Fahrgastschiffe hinüber zur vorgelagerten Insel Isola di San Giulio ablegen. Im Restaurant des Albergo Leon d' Oro haben wir vorzüglichen Fisch speisen können. Die Minestrone (Gemüsesuppe) war auch sehr lecker. 

Am Abend große Verabschiedungsfeier, die bis tief in die frühen Morgenstunden des Donnerstag hinein ging. Herr Fierz holte reichlich den Wein aus der Gegend um  Asti aus seinem Weinkeller.

Donnerstag, 07.06.2001

Abschied und Heimreise

Nach dem Abschied entschlossen wir uns die Heimreise über den Luckmanierpass zu wählen, um noch etwas mehr von der Schweiz kennen zu lernen.

Sehr schöne Ausblicke erschlossen sich uns auf dem Paß und auch im Tal abwärts (Val Meder) mit der Höllenschlucht und auch zwischen Disentis und Chur gab es viele schöne Ansichten.

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Kurz vor Lichtenstein wird auf das Heidiland hingewiesen. Wenn man die Bergwiesen in Fläsch anschaut, kann man sich gut vorstellen, wie sich das Leben auf einer höher gelegenen Alm abspielt.